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Vor Ort bei der ULT AG Löbau

Foto: VDMA

Löbau/Frankfurt, 25. Oktober 2018 – Offene Märkte und freier Handel ohne Barrieren sind von entscheidender Bedeutung für die Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus. Insbesondere global agierende mittelständische Betriebe, darunter auch die häufig zitierten „Hidden Champions“, sind auf einen funktionierenden Freihandel angewiesen. Nur so können sie eine starke Position im internationalen Wettbewerb einnehmen und den Standort sowie viele Arbeitsplätze in ihrer Region sichern. Das betonten die ULT AG aus Löbau und der VDMA während einer Betriebsbesichtigung mit dem SPD-Bundestagsabgeordneten Thomas Jurk.

„Wir fertigen unsere Anlagen in Löbau und haben eine Exportquote von mehr als 30 Prozent. Wenn man die Produkte hinzurechnet, welche auf indirektem Weg ins Ausland gelangen, beträgt die Quote sogar zirka 60 Prozent. Die Freiheit des internationalen Waren- und Dienstleistungsverkehrs ist für unser Unternehmen und unseren Standort lebenswichtig“, sagte Alexander Jakschik, Vorstand der ULT AG.

Verschiedene Regelwerke behindern den Mittelstand

Das mittelständische Unternehmen entwickelt am Stammsitz in Löbau mit etwa 120 Mitarbeitern Produkte der Luftfilter-, Absaug- und Trocknungstechnik. Im Gespräch mit Thomas Jurk, Abgeordneter der SPD im Deutschen Bundestag für den Landkreis Görlitz, erläuterte Jakschik, warum „Hidden Champions“ einen stärkeren Einsatz der Politik für den Freihandel erwarten.

„Wir exportieren unsere Anlagen weltweit. Damit sind vielseitige Anforderungen und komplexe technische Regelwerke verbunden, die den Export nicht immer einfach machen. Freihandelsabkommen sind vor diesem Hintergrund sehr wichtig, denn sie bauen sogenannte nichttarifäre Handelshemmnisse ab und machen uns somit wettbewerbsfähiger“, verdeutlichte der Unternehmer.

„Für mich als Bundestagsabgeordneten war heute sehr wichtig, anhand konkreter Beispiele von ULT zu hören, wo es durchaus Dinge gibt, die man politisch ändern sollte. Ich denke da insbesondere an Fragen des Ursprungsnachweises, der Gelangensbestätigung, aber auch generell von Einfuhrbedingungen, weil das Thema Außenwirtschaft eine ganz entscheidende Rolle spielt. Wir sind nach wie vor sehr erfolgreich auf ausländischen Märkten und das sollte auch so bleiben“, sagte Jurk.