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Mauerbaugedenken in Görlitz- in Gedanken bei Regine Hildebrandt

Mit einem Gebinde und einigen Worten gedenke ich heute in Görlitz an den Bau der Berliner Mauer vor 56 Jahren. In Gedanken bin ich in diesem Moment auch bei der leider viel zu früh verstorbenen Regine Hildebrandt, unserer „Mutter Courage des Ostens“. Ihr Ehemann Jörg beeindruckte uns vor einigen Jahren während einer Lesung seines Buches „Erinnern tut gut“ in Görlitz. Er schilderte mit authentischen Bildaufnahmen das Leben der Hildebrandts unmittelbar an der Mauer in der Bernauer Str. in Berlin. Als Anwohner erlebten sie, wie ihre Straße abgeriegelt, die Häuser leergeräumt und die Türen verschlossen wurden. Zahlreiche Bewohner seilten sich damals in den Nachbarhäusern durch ihre Fenster in den Westen ab oder sprangen in die bereitgehaltenen Sprungtücher der West-Berliner Feuerwehr. Um diese Fluchtmöglichkeit zu unterbinden, erfolgte später eine Zwangsräumung der Grenzhäuser durch Betriebskampfgruppen der DDR. Mehr als 2.000 Menschen verloren so ihre Wohnung und wurden aus ihrem althergebrachten Lebensumfeld verdrängt.