Suche
Suche Menü

Bund fördert Görlitzer Stadthalle mit 18 Mio. Euro

Der Görlitzer Bundestagsabgeordnete Thomas Jurk, SPD-Berichterstatter im Haushaltsausschuss erklärt:

Der Haushaltsausschuss hat heute in seiner Bereinigungssitzung zum Bundeshaushalt 2018 auf Antrag von CDU/CSU und SPD insgesamt 18 Mio. Euro für die vollständige Sanierung der Görlitzer Stadthalle im Förderzeitraum 2018-2024 eingestellt. Der Freistaat Sachsen hat sich zudem zur Kofinanzierung dieses bedeutenden Kulturdenkmals in derselben Höhe bereiterklärt.

Ich freue mich sehr, dass ich als Mitglied des Haushaltsausschusses die Initiative des sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU) unterstützen konnte, wonach Bund und Land mit insgesamt 36 Mio. Euro den Erhalt dieser traditionsreichen Kulturstätte sichern. Wir Sozialdemokraten haben einen besonderen historischen Bezug zur Stadthalle, so fand hier im Jahr 1921 der SPD-Parteitag mit der Verabschiedung des „Görlitzer Programms“, einem Vorläufer des späteren Godesberger Programms, statt. Nachdem der Bund, der Freistaat Sachsen und die Stadt Görlitz bereits in den vergangenen Jahren vor allem die statische Sicherung des Gebäudes und die denkmalgerechte Sanierung des kleinen Saales in niedriger Millionenhöhe förderten, gelingt uns jetzt der „große Wurf“. Damit kann auch der geplante Anbau realisiert werden, der die Rentabilität der künftigen Betreibung deutlich erhöht.“

Die 1910 eröffnete Stadthalle Görlitz ist ein denkmalgeschütztes Jugendstilgebäude, das bis zur Schließung aus finanziellen und bautechnischen Gründen 2005 als Spielstätte zahlreicher Veranstaltungen diente. Am 15. Meridian und der Johannes-Paul-II- Stadtbrücke zur polnischen Schwesterstadt Zgorzelec gelegen, besitzt die Kulturstätte mit der weltweit einzigen Konzertsaalorgel (Sauer-Orgel) dieser Größe, ein überaus wertvolles Denkmal der Musikgeschichte.