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Bund fördert Görlitzer Stadthalle mit 1 Mio. Euro!

Der örtliche Bundestagsabgeordnete Thomas Jurk, SPD-Berichterstatter im Haushaltsausschuss erklärt:

Der Haushaltsausschuss hat heute in der abschließenden Beratung über den Bundeshaushalt 2015 auf Antrag von CDU/CSU und SPD die Investitionsmittel für die inländische Kulturförderung um 26 Mio. Euro auf knapp 53 Mio. Euro aufgestockt. Von den zusätzlichen Mitteln profitiert auch die Stadt Görlitz, denn im kommenden Jahr sind nun 1 Mio. Euro für die Stadthalle vorgesehen.

Ich freue mich sehr, dass ich als Mitglied des Haushaltsausschusses mit dazu beitragen konnte, dass der Bund einen Beitrag zum Erhalt dieser traditionsreichen Kulturstätte leistet. Wir Sozialdemokraten haben einen besonderen historischen Bezug zur Stadthalle, so fand hier im Jahr 1921 der SPD-Parteitag mit der Verabschiedung des „Görlitzer Programms“, einem Vorläufer des späteren Godesberger Programms, statt.

Die 1910 eröffnete Stadthalle Görlitz ist ein denkmalgeschütztes Jugendstilgebäude, das bis zur Schließung aus finanziellen und bautechnischen Gründen 2005 als Spielstätte zahlreicher Veranstaltungen diente. Am 15. Meridian und der Johannes-Paul-II- Stadtbrücke zur polnischen Schwesterstadt Zgorzelec gelegen, besitzt die Kulturstätte mit der weltweit einzigen Konzertsaalorgel (Sauer-Orgel) dieser Größe, ein überaus wertvolles Denkmal der Musikgeschichte. Verschiedene Sanierungsvorhaben, mit dem Ziel der Wiedereröffnung, scheiterten in den letzten Jahren, zuletzt wurde 2012 ein bereits geplantes Projekt durch den Görlitzer Stadtrat gestoppt. Aktuell ist die Stadthalle akut einsturzgefährdet und weiträumig abgesperrt. Eine Notsicherung der Stadthalle mit geschätzten Kosten von ca. 555.000 Euro wurde im Oktober dieses Jahres vom Stadtrat beschlossen.

Foto SPD Stadthalle
SPD-Parteitag in Görlitz Original-Briefumschlag mit Aufdruck „Parteitag der S.P.D., Stadthalle Görlitz“, Briefmarken und Stempel, 18.09.1921 (AdsD).