Suche
Suche Menü

Am Info-Stand des ACE Auto Club Europa e. V. zum Tag der Sachsen in Löbau

Am Info-Stand des ACE Auto Club Europa e. V. diskutiere ich mit dem ostsächsischen Kreisvorsitzenden Ilko Keßler die Straßenverkehrssituation in der Oberlausitz. Angesichts des stark zunehmenden LKW-Verkehrs auf der A4 brauchen wir als Sofortmaßnahme ein grundsätzliches LKW-Überholverbot auf der 4-spurigen Strecke Görlitz-Dresden. Der 6-spurige Ausbau dieses Abschnittes ist aus meiner Sicht alternativlos, da das Verkehrsaufkommen in den kommenden Jahren noch weiter anwachsen wird. Als Bundestagsabgeordneter werde ich mich dafür einsetzen, dass das Planungsrecht beweglicher gestaltet wird. Nach derzeitiger Rechtslage ist ein 24 h Mittel der durchschnittlichen täglichen Verkehrsstärke (DTV) der Maßstab für die Bewertung der Ausbaudringlichkeit. Dies benachteiligt solche Streckenabschnitte, da der geringe Nachtverkehr die Statistik verfälscht. Neben der A4 muss das Trauerspiel um den Ausbau der B 178n endlich zu einem guten Ende gebracht werden. Deren Neubau im dreispurigen Querschnitt würde letztlich auch die A4 entlasten. Die Zukunftsperspektive einer Nordverlängerung der B 178n bis nach Cottbus unterstütze ich. Jetzt sollten zumindest die ersten Schritte auf den Weg gebracht und die Machbarkeit geprüft werden. Letztlich müssen wir auch die Verlagerung des LKW-Transitverkehrs auf die Schiene forcieren. „Just in Time“ mag für einzelne Firmen in der Beschaffungslogistik unabdingbar sein, ob das allerdings für alle Branchen gleichermaßen gilt? Auch die schlechte Beschaffenheit der Fahrbahnen, die oftmals bereits kurze Zeit nach der Instandsetzung Mängel aufweisen, beschäftigt uns. Dieser Umstand ist für mich nicht akzeptabel. Die Ausschreibungen der Baumaßnahmen müssen künftig strengere Gewährleistungen enthalten. Das mag kurzfristig teurer kommen, ist aber allemal besser, als ständig nachzuflicken und mit immer neuen Baustellen das Chaos und das menschliche Leid durch Unfälle auf den Straßen zu befördern.